Betriebliche Ausbildung im Ausland über Erasmus


Interview mit Lena Thomßen über ihr Praktikum in Schweden
Lena Thomßen, Schülerin der BBS II Leer, bekommt ihren Europass-Mobilität überreicht und berichtet über ihre Erfahrungen im Auslandspraktikum in Schweden. (FOTO)
Auf dem Foto zu sehen sind von links: Herr OStD Janßen (Schulleiter der BBS 2 Leer), Frau Lena Thomßen und Herr Stefan Rammelmann (go2europe)

Frage: Welche Ausbildung machen Sie und warum haben Sie sich dazu entschieden, den praktischen Teil davon im Ausland zu verbringen?

L. Thomßen: Ich bin im zweiten Jahr der Ausbildung zur Umweltschutztechnischen Assistentin, welche an der BBS 2 in Leer stattfindet. Im November fand der betriebliche Teil statt, das heißt, dass jeder Schüler einen Monat lang in einem geeigneten Betrieb arbeitet, um das Berufsleben kennenzulernen und um praktische Fähigkeiten umzusetzen. Ich wollte meine betriebliche Ausbildung gerne in Schweden absolvieren, da ich erleben wollte, wie es ist, im Ausland zu arbeiten, eine andere Kultur und eine fremde Sprache kennenzulernen. Der Monat hat meine Selbstständigkeit und die Fähigkeit, sich schnell an fremde Bedingungen anzupassen, auf jeden Fall gefördert.

Frage: Was ist Erasmus+?

L. Thomßen: Es ist ein Förderprogramm der Europäischen Union und ermöglicht Auszubildenden und Studenten, einen Teil ihrer Ausbildung oder ihres Studiums im Ausland zu verbringen. Ich wurde dabei unterstützt, einen Betrieb und eine Unterkunft zu finden und hatte während meines Aufenthaltes immer einen Ansprechpartner, Herr Freerks, der Vertreter des Programmes an der BBS II ist. Die Kosten wurden von dem Fördergeld gedeckt und mit dem Papierkram hatte ich auch wenig Arbeit. Im Anschluss habe ich außerdem ein Zertifikat erhalten. Ich war sehr dankbar für die Hilfe und ohne das Programm wäre mir der Auslandsaufenthalt nicht möglich gewesen.

Frage: Was ist Ihr Fazit zu ihrem Auslandsaufenthalt mit Erasmus+?

L. Thomßen: Ich konnte vier Wochen bei Nordens Ark, eine gemeinnützige Organisation, die gefährdete Tierarten schützt, arbeiten. Dabei war ich im Bereich der Ökologie und Tierverhaltensforschung tätig. Es war eine Herausforderung, ich habe mich während der Zeit persönlich weiterentwickelt und habe viel gelernt. Ich finde, dass es sehr wichtig ist, international zusammen zu arbeiten und genau diese Arbeit über die Grenzen hinaus macht das Erasmus-Programm möglich. Ich würde es jedem weiterempfehlen, der überlegt, einen Teil der Ausbildung im Ausland zu verbringen! Ich wurde in Schweden sehr herzlich aufgenommen und hatte eine tolle Zeit. 



Drucken