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News 2017

Für den Unterricht im Schiff auf die Ems

OZ vom 30.8.2017

UMWELT
Schüler der BBS II Leer untersuchen die Wasserqualität des Flusses
Die angehenden Umweltschutztechnischen Assistenten haben insgesamt 60 Proben aus dem Wasser entnommen.
Von SOEKE HEYKES

LEER - Wie steht es um die Wasserqualität der Ems? Dieser Frage sind 25 Schüler der BBS II Leer, die eine Ausbildung zum Umweltschutztechnischen Assistenten (UTA) machen, kürzlich direkt auf der Ems nachgegangen. „Alle zwei bis drei Jahre führen wir diese Untersuchung an 15 Stellen zwischen Weener und dem Sperrwerk Gandersum durch“, erklärt Jens Kapscha. Er ist verantwortlicher Projektleiter und pädagogischer Leiter der UTA-Ausbildung.


Die Schüler untersuchen die Proben unter Aufsicht von Lehrern. BILD: HEYKES


2010 wurde das Langzeitprojekt unter den Namen Projekt Ems gestartet, das voraussichtlich bis 2030 andauern wird. Der Schlepper „Kap Horn“ dient dabei als Untersuchungsschiff, um die Entnahmestellen zu erreichen.

In diesem Jahr haben 25 Schüler an dem Projekt teilgenommen. Zusammen mit Kapschar und Martin Elsen, Lehrer für Fachpraxis, führten sie erste Untersuchungen der insgesamt 60 Wasserproben durch, bevor diese später im Labor analysiert wurden. Dabei werden unter anderem die Temperatur und der Sauerstoffgehalt gemessen und die sedimentierten Stoffe analysiert. „Wenn uns etwas Gravierendes auffällt, melden wir das natürlich den Behörden“, sagt Kapscha.

Das Projekt wird von den Schülern gerne angenommen. „Es ist besser, als nur im Klassenraum zu sitzen oder Messungen im Schulteich zu machen“, so Wübbo Hartmann. Er ist bereits im zweiten Lehrjahr. Timo Philip Kuhnert hat die Ausbildung Anfang August begonnen. Ihn reizte die Abwechslung, „Theorie ist schön und gut, aber Praxiserfahrung sollte man auch sammeln.“

Neben dem Ziel, die langfristige Veränderung der Ems zu dokumentieren, hat das Projekt einen pädagogischen Aspekt. Es soll die jungen Menschen für die Umwelt sensibilisieren. Ebenfalls müssen sie lernen, wie Messungen und Analysen durchgeführt werden. „Die Schüler machen Fehler und das dürfen sie auch, sie sollen ja etwas lernen“, betont Kapschar. Welche Ergebnisse die Untersuchungen der Wasserproben haben, werde die Auswertung zeigen.

  Belasteter Fluss 
Die Ems ist einer der am stärksten belasteten Flüsse Deutschlands. Das Wasser enthält wenig Sauerstoff, viele Schwebestoffe und der Salzgehalt ist zu hoch. Der Fluss ist nicht in der Lage, die einströmenden Schlickmengen eigenständig wieder hinauszutragen. Durch die Begradigung und Befestigung der Ems sind viele naturnahe Uferzonen vernichtet worden.



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